Tag 43: Kamminke-Bantikow

Erfahrenes und Gefahrenes

Auf dem Zeltplatz in Kamminke gibt es am Morgen frische Bäckerbrötchen. Die haben uns in letzter Zeit ein wenig gefehlt.
In wenigen Stunden werden wir wieder zuhause sein und unsere Lieben in die Arme schließen. Unsere Gedanken eilen voraus, während wir durch unser schönes Land rollen. Wir hatten mehr Hektik auf den Straßen befürchtet, werden aber positiv überrascht.
Bei herrlichem Wetter fahren wir über Anklam, Neubrandenburg, Rheinsberg nach Bantikow (bei Kyritz). Die Nachbarschaft begrüßt uns herzlich.
Große Freude und auch ein paar Tränchen der Erleichterung bei unseren Frauen. Hund und Katzen freuen sich auch auf ihre Herrchen.

Kurzes Fazit

Für einen ausführlichen Reisebericht wollen wir uns noch ein bisschen Zeit lassen. Ebenso haben wir  uns vorgenommen, später zu einigen ausgewählten Themen unsere Erfahrungen mitzuteilen.
So viel aber vorab. Wir hatten eine wunderschöne und erlebnisreiche Reise. Wir haben viel gelernt, viel erfahren – über Land und Leute und auch über uns selbst. Wir haben gefroren und geschwitzt. Wir haben Speisen gegessen, von denen wir vorher nicht wussten, dass es sie gibt. Aber, es gab nicht eine Situation, in der wir uns unbehaglich gefühlt haben.
11.200 km ohne Schrammen und (nennenswerte) Pannen, in einem harten, lauten und kräftezehrendem LKW, der uns sicher, treu und zuverlässig an jedes Ziel gebracht hat und uns ein behagliches Heim geboten hat.

Über unseren URAL 4320 lassen wir nichts kommen. «Молодец !» – Prachtkerl, würden ihn die Russen nennen.

Auf dem Campingplatz in Kamminke fragt uns ein Landsmann aus Mittelfranken, ob wir in Russland angefeindet worden wären und wie viel Schmiergeld wir bei Polizeikontrollen und an der Grenze zu bezahlen gehabt hätten.
Wir können nur schmunzeln. „Reisen bildet.“, hätten wir ihm raten sollen.

Technisches
  • ohne Besonderheiten
Tageskilometer: 207
Route